Die Bücherdiebin von Markus Zusak

 Ein liebevolles Buch über eine schreckenbehaftete Zeit.

 

Die Bücherdiebin ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Warum? Das erfahrt ihr hier.

Die Bücherdiebin von Markus Zusak, aus dem Englischen von Alexandra Ernst, Cover: Blanvalet Verlag
Die Bücherdiebin von Markus Zusak, aus dem Englischen von Alexandra Ernst, Cover: Blanvalet Verlag

Kurz worum es geht

Die Geschichte dieses Buchs dreht sich um das Mädchen Liesel – die Bücherdiebin. Zur Zeit des Nazi-Regimes zieht sie zu einer Adoptivfamilie, nachdem sie ihre eigene Familie verloren hat. Besonders ihr neuer Vater Hans kümmert sich liebevoll um sie, während Rosa, ihre neue Mutter, das Haus mit Strenge beherrscht. Hans ist es auch, der ihr auf dem Akkordeon vorspielt und ihr das Lesen beibringt. Auch einen besten Freund hat Liesel, sein Name ist Rudi. Doch aus dieser Freundschaft wächst schon bald eine unschuldige, romantische Liebe.

All dies geschieht in einer grausamen Zeit. Die Geschichte von Liesel wird in die des Dritten Reichs eingebettet. Die Beschreibung dieser Zeit ist alles andere als trocken und nüchtern wie man sie sonst vielleicht aus dem Geschichtsunterricht kennt. Die historische Geschichte wird eher Teil dieser Erzählung. So nimmt die Familie Hubermann (Liesels neue Familie) Max bei sich auf. Max ist ein Jude und bald ein guter Freund von Liesel. Er muss allerdings versteckt werden und so bringt sich die ganze Familie in große Gefahr.

Was es so interessant macht

Neben den rein inhaltlichen Reizen, die die Geschichte um die Bücherdiebin bietet, wurden viele weitere interessante Details in die Geschichte gewoben.

Sie hat die Geschichte zum Beispiel einen besonderen Erzähler: den Tod. Immer mal wieder wechselt somit die Erzählperspektive, sodass der Leser auch die „Gedanken“ des Todes erfährt und manche Situationen noch einmal eine weitere Facette erhalten. Der Tod erscheint jedoch nicht gruselig oder furchteinflößend, sondern vielmehr wie ein freundlicher, humorvoller Zeitgenosse.
Besonders gut gefallen hat mir neben dem Inhalt und dem Einfallsreichtum der Erzählperspektive die Ausgestaltung der Charaktere. Sie haben unglaublich viele Facetten und wurden so liebevoll gestaltet, dass der Leser nur zu gern mehr über ihr Leben erfahren möchte.

Die Geschichte hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht, ist aber gleichzeitig keine „schwere Kost“ oder deprimierend. Allerdings war es für mich sehr schwierig, das Buch aus der Hand zu legen, es ist definitiv nichts für „Zwischendurch“.

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