Nocturna – Die Nacht der gestohlenen Schatten

Nocturna ist ein Buch, das die Herzen von Fantasy-Liebhabern ein bisschen höher schlagen lässt.

Endlich stelle ich euch mit Nocturna – Die Nacht der gestohlenen Schatten ein Buch aus dem Bereich Fantasy (Jugendbücher) vor. Früher war das mein Hauptgenre und aus dieser Zeit stammt dieser Fund.

Die Autorin Jenny-Mai Nuyen zählt zu einer meiner Lieblingsautoren. Früher hat sie viel im Bereich Fantasy geschrieben. Wenn man es genau nimmt, tut sie das heute auch noch. Ihre aktuellen Bücher sind jedoch stärker an die Realität gekoppelt und problematisieren (nebenbei und am Rand) gesellschaftliche Themen. Nocturna gehört jedoch noch zu der alten Riege, es ist ein jugendlicher Fantasyroman, der in seiner eigenen Welt spielt.

Nocturna von Jenny-Mai Nuyen, Cover: cbj Verlag
Nocturna von Jenny-Mai Nuyen, Cover: cbj Verlag

Mich hat es immer an die Geschichte Der Herr der Diebe von Cornelia Funke erinnert. Nicht unbedingt bezogen auf den Inhalt (Nocturna ist definitiv keine Kopie), sondern in Bezug auf die Stimmung. Es ist ein bisschen schwierig zu beschrieben, aber ich denke, wer Der Herr der Diebe mochte, wird Nocturna lieben.

Jetzt aber zur Sache und zu dem Buch Nocturna von Jenny-Mai Nuyen. Am Anfang steht eine Gruppe, die grauenvolle Macht besitzt: die Nocturna. Sie stehlen Menschen ihre Erinnerungen und ihre Vergangenheit und erschaffen dadurch wundervolle Bücher, die ihnen unvorstellbare Macht verleihen. Bücher, die mit Blut geschrieben sind. Doch jene, deren Erinnerungen in die Bücher geflossen sind, bleiben als menschliche Hüllen zurück. Zwei dieser Menschen, deren Erinnerungen nun zwischen den Buchdeckeln der Nocturna liegen, kämpfen dafür sie zurückzuerhalten. Dabei treffen sie das Mädchen Apolonia, die laut einer Prophezeiung die Einzige sein soll, die die Macht der Nocturna brechen kann.

Ja, ich weiß, wie das klingt: recht abgedroschen. Eine böse Macht, eine Prophezeiung und ein Mädchen, das als Einzige die Gabe hat, die Welt zu retten. So könnte man die Geschichte skizzieren. Das Besondere an ihr ist jedoch, dass sie nicht langweilig ist und zwar ganz und gar nicht.
Meiner Ansicht nach liegt das am besonderen Schreibtalent der Autorin Jenny-Mai Nuyen, ich liebe ihren Stil einfach. Sie schafft es, dass die Charaktere so viele Facetten haben, dass die Geschichte eben nicht langweilig wird und man brennt darauf zu erfahren wie es weitergehen wird. (So erging es mir zumindest, als ich das Buch gelesen habe.) So ist die Heldin Apolonia zum Beispiel nicht das schüchterne, liebe, zuckersüße Mädchen von nebenan. Vielmehr ist sie ziemlich hochnäsig, verzogen und auch irgendwie anstrengend – zu Beginn. Zudem möchte sie Rache nehmen an den Nocturna, denn Apolonia hat eine besondere Bindung zu dieser Gemeinschaft. Dabei trifft sie unter anderem auf den Jungen Vampa, dem seine Vergangenheit für ein Blutbuch gestohlen wurde und auch auf Tigwid, einem Kleinganoven, der ebenfalls den Nocturna zum Opfer gefallen ist. Zusammen mit Apolonia bilden diese beiden ein ziemlich seltsames Gespann, das für allerlei Überraschungen gut ist.

Ich würde das Buch Nocturna als „Mädchenfantasy“ beschreiben. Soweit ich mich erinnere, ist die Geschichte wenig brutal, dafür findet sich in ihr ein bisschen Romantik und natürlich eine ordentliche Ladung Fantasy.

Für mich eins meiner Lieblingsbücher aus dem Genre Fantasy im Bereich der Jugendbücher!

Wer sich für mehr von der Autorin Jenny-Mai Nuyen interessiert, hier habe ich euch ihren Blog herausgesucht.

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