Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher.

Bücher abzubrechen war für mich lange ein absolutes No-Go. Ich fühlte mich wohl irgendwie verpflichtet – dem Autor und der Geschichte gegenüber. Vielleicht würde es ja noch besser werden… Man kann ja nie wissen. Als ich neulich mein Bücherregal durchgesehen habe, habe ich über eben jene Bücher nachgedacht, die ich aufgehört habe zu lesen. Oft genug steckte das Lesezeichen noch drin, man wollte ja weiterlesen.

Ich habe jetzt beschlossen, diese Bücher zugeschlagen zu lassen. Wenn ich darana denke, wie viele tolle Bücher es auf dieser Welt gibt – ein Leben wird schon nicht ausreichen, sie alle zu lesen! Warum sollte ich mich also mit jenen befassen, die mir nicht so viel Freude bereiten? Lesen ist für mich ein Hobby, ich tue es, weil es mir Spaß macht und mich entspannt. Jeden Moment, den ich mit einem „schlechten“ Buch verbringe, stehle ich mir selbst für ein gutes.

Sicher, es gibt auch eine Menge Bücher, die im Verlauf der Geschichte besser werden und für die es sich lohnt, sich durch mehrere Kapitel zu quälen. Aber manchmal passt es einfach nicht – wie bei manchen Menschen. Es gibt Leute, mit denen liegt man einfach nicht auf einer Wellenlänge, man weiß einfach, dass daraus keine enge Freundschaft mehr wird. Das muss man hinnehmen und kann die Kraft oder Zeit für andere, schöne Dinge aufwenden.

Das werde ich mir öfter ins Bewusstsein rufen, wenn ich mal wieder ein Buch in der Hand wiege und überlege, ob sich die Mühe lohnt.

 

Lest ihr jedes angefangene Buch zu Ende oder verbringt ihr die Zeit lieber anders und hört ein Buch frühzeitig auf?

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