Hundert Namen von Cecilia Ahern

Alltagsmagie mit einem Hauch Romantik

Hundert Namen von Cecilia Ahern war ein Buch, um das ich schon lange herumgeschlichen bin. Eines von jenen, das ich unbedingt lesen wollte, aber irgendwas (wahrscheinlich mein ellenlanger SuB) hat mich davon abgehalten. Und dann – eines wunderbaren Tages – konnte ich es reduziert erstehen. Nichts konnte mich aufhalten und dieses wunderbare Buch ist in mein Bücherregal gewandert.

Hundert Namen von Cecilia Ahern, Aus dem Englischen von Christine Strüh, Cover: Fischer Verlage
Hundert Namen von Cecilia Ahern, Aus dem Englischen von Christine Strüh, Cover: Fischer Verlage

Kurz worum es geht:

Kitty Logans Leben steckt in einer Krise. Sie ist Journalisten und arbeitet für das Blatt Etcetera schon seit mehreren Jahren. Kitty wollte mehr und ging zum Fernsehen. Doch Kitty beginn einen Fehler und veröffentlichte einen nicht gründlich genug recherchierten Beitrag, der das Leben eines Mannes zerstörte und auch ihr eigenes in Scherben zerbrechen ließ.

Den Job bei Etcetera hat Kitty eigentlich noch und die Betonung liegt auf eigentlich. Denn für das Blatt wird es immer schwieriger, Kittys Anstellung für den Anzeigekunden zu rechtfertigen.

Als wäre das alles noch nicht genug, beginnt Kittys Fels in der Brandung zu sinken: ihre Freundin Constance, die Gründerin von Etcetera, liegt im Krankenhaus, denn sie hat Krebs. Als Kitty sich nach endlich ins Krankenhaus traut, spricht Constance mit ihr über einen Artikel, den sie schon immer schreiben wollte. Allerdings bekommt Kitty keine detaillierten Angaben – sie wollen das beim nächsten Mal besprechen. Doch es gibt kein nächstes Mal, kein nächstes Gespräch und Kitty ist alleine, bis auf ihren besten Freund, der trotz allem zu ihr hält.

Die Zeitschrift will nun einen Artikel zu Ehren von Constance veröffentlichen und Kitty soll die Geschichte schreiben, die Constance nicht mehr schreiben konnte. Dafür erhält sie eine Liste mit einhundert Namen, ihr einziger Anhaltspunkt, was Constance mit diesem Artikel hatte sagen wollen.

Kitty begibt sich also auf die Suche nach den Leuten, deren Namen auf der Liste stehen. Es wird eine verrückte Fahrt durch halb Irland und Kitty begegnet den verschiedensten Leuten, immer mit der Frage im Hinterkopf: was verbindet diese einhundert Menschen miteinander? Wie sollte sie die Stimme von Constance sein? Und wann würde sie sich selbst wieder im Spiegel ansehen können, nachdem sie das Leben eines unschuldigen Mannes zerstört hat?

Natürlich gibt es in dem Buch Hundert Namen auch eine ordentliche Prise Romantik, denn warum denkt Kitty immer wieder an ihren neuen Chef Pete, der doch gar nicht so fies ist, wie sie immer dachte? Und was ist mit ihrem besten Freund Steve, der ihr beiseite steht?

Was es interessant macht:

Also zunächst einmal bin ich ein Fan von Cecilia Aherns Schreibstil. Er ist so klar und lässt sich leicht lesen, dennoch kann man vollständig in ihre Geschichten eintauchen. Genauso ging es mir auch bei Hundert Namen. Die Protagonisten Kitty hat es wirklich nicht leicht in der Zeit, in der wir sie begleiten. Durch ihre Berichterstattung hat sie das Leben eines Mannes vollständig auf den Kopf gestellt und man hat einfach Mitleid – sowohl mit ihr als auch mit ihm. Außerdem steht Kitty vor der Aufgabe, den letzten Artikel ihrer Freundin Constance zu schreiben, die ein Urgestein im Journalismus war. Das alleine ist schon keine leichte Sache, aber Kitty weiß noch nicht einmal, um was es in diesem Artikel gehen soll. Also macht sie sich auf die Suche nach den Leuten, die auf der Liste stehen und trifft die verschiedensten Charaktere. Doch eine große Frage steht im Raum: wie um alles in der Welt sollen diese Informationen zu einem Artikel werden? Was hatte sich Constance nur dabei gedacht?

Auf der Suche nach dem verbindenden Element für den Artikel reist Kitty durch Irland und der Leser lernt viel über sie, wie sie ihre Karriere begann und wie sie sich verändert hat. Man kämpft mit ihr, um aus dieser Krise herauszukommen und das Leben wieder auf geregelte Bahnen zu lenken. Und man lernt wunderbare Menschen kennen.

Wie schon angeklungen ist, gibt es auch wieder eine Prise Romantik. Insgeheim wünscht man sich für Kitty einfach den passenden Mann, der sie unterstützt und ihr unter die Arme greift, damit sie nicht so alleine ist. Denn ihr Freund, Glenn, hat sich gerade erst von Kitty getrennt.

Zu meiner (positiven) Überraschung steht das Thema Liebe jedoch nicht im Vordergrund. Es geht tatsächlich hauptsächlich um die Personen, die sich hinter den einhundert Namen verbergen und es flimmert immer mal wieder (mal mehr mal weniger) unterschwellig ein Funke Romantik auf. Das war für mich genau die richtige Mischung.

Alles in allem ist Hundert Namen ein tolles Buch. Man kann sich darin verlieren und ich war einfach nur begeistert von den Charakteren, die Cecilia Ahern einmal mehr erschaffen hat.

Hast du das Buch Hundert Namen vielleicht schon gelesen? Wie gefiel es dir? Oder bist du, genau so wie ich lange, immer mal wieder darum herum geschlichen und konntest dich noch nicht entscheiden? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schreib mir eine E-Mail. Ich freue mich darauf!

Hab einen schönen Sonntag mit hoffentlich viel Sonne. 🙂

Gefällt dir dieser Text? Dann teile ihn!

2 thoughts on “Hundert Namen von Cecilia Ahern

  1. Huhu! Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und finde ihn toll ! Hier bleibe ich gerne als Leserin!„Hundert Namen“ steht bei mir auch noch im Regal und wartet darauf gelesen zu werden, deine Rezension zum Buch ist auf jeden Fall sehr schön . Wenn du magst, kannst du auch gerne mal auf meinem Blog vorbeischauen, wir scheinen denselben Geschmack zu haben.
    Liebe Grüße
    Svenja (www.pantaubooks.wordpress.com)

    1. Hallo Svenja,
      ich freue mich über deinen Besuch und dass es dir hier gefällt! Ich kann dir das Buch wirklich sehr ans Herz legen und bin schon gespannt, ob es dir gefällt.
      Hab einen schönen Welttag des Buches und genieße den Sonntag. 🙂
      Liebe Grüße
      Inês

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.