Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers

Ein buchtastisches Abenteuer.

 

Während ich das Buch Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers gelesen habe, gab ich euch bereits einen kleinen Einblick. Hier folgt nun endlich meine vollständige Empfehlung.

 

Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers, Cover: Piper Verlag
Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers, Cover: Piper Verlag

 

Kurz worum es geht

Hauptfigur ist der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, schließlich stellt Die Stadt der träumenden Bücher den ersten aus dem Zarmonischen übersetzten Band seiner Biographie dar.

Als Lindwurm, und Bewohner der Lindwurmfeste, gehört Hildegunst von Mythenmetz der hohen Zunft der Dichter an. Jahrelang wurde er von seinem Dichtpaten Danzelot von Silbendrechsler unterrichtet, doch eines Tages stirbt Danzelot und Hildegunst sieht sich alleine einem riesigen Erbe gegenüber. Zu diesem Erbe gehört auch ein geheimnisvoller Brief, den Hildegunst im Nachlass seines Dichtpaten findet. Der Brief an Danzelot, der bereits vor einiger Zeit zur Lindwurmfeste geschickt wurde, enthält den Text eines Autoren, der Danzelot um seine Meinung bzw. Hilfe bittet. Hildegunst liest den Text – und ist wie vor den Kopf geschlagen. Dieser Text war das Beste, was er je in seinem langen Leben gelesen hatte und nicht ansatzweise vergleichbar mit anderen Texten!

Danzelot hatte seiner Zeit den Autor des Textes nach Buchhaim geschickt, dorthin, wo es vor Verlegern und Autoren nur so wimmelt. Doch dieser Autor hatte niemals etwas veröffentlicht. Hildegunst beschließt, selbst nach Buchhaim zu reisen und den geheimnisvollen Autor zu finden. Der einzige Hinweis den er hat, ist der Brief, der sich in Danzelots Nachlass befand. Und so macht sich Hildegunst von Mythenmetz auf nach Buchhaim, in die Stadt, die ihr Leben den Büchern widmet.

Was es so interessant macht

Hildegunst von Mythenmetz, ein Bewohner der Lindwurmfeste, macht sich auf eine Reise nach Buchhaim, eine Stadt der Bücher, um einen außergewöhnlichen Autor zu finden. Muss ich noch mehr sagen? 😀 Wie ich auf das Buch gekommen bin, ist wohl klar:

  • Offensichtlich Fantasy –> genau mein Genre
  • Die Hauptfigur heisst Hildegunst von Mythenmetz –> hier erwartet uns jede Menge fantasievolle Ideen und ich bin ein Fan von liebevoller Namensgebung
  • Buchhaim –> eine Stadt der Bücher. Wie komme ich da hin?! 😀

 

Hildegunsts Reise durch Buchhaim ist von vielen Gefahren gepflastert. Keineswegs alle wollen dem Lindwurm nur Gutes und unter der Oberfläche von Buchhaim schlummern einige Geheimnisse, die man wohl besser nicht wecken sollte…

 

Ich persönlich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mich wirklich in das Buch eingefunden habe. Woran das lag, weiß ich nicht genau. Aufhören kam mir jedoch nie in den Sinn, dafür sind die Geschichte und die Charaktere einfach zu liebevoll gestaltet, da kann ich auch mal einen flacheren Spannungsbogen vertragen. Doch dann, einige Kapitel vor dem Ende, habe ich mich wirklich festgelesen. Auch da weiss ich nicht genau, woran es lag. Auf einmal konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, all die fantastischen Geschöpfe Buchhaims haben mich einfach in ihren Bann gezogen. Ausserdem fand ich es fabelhaft, wie selbst die Bücher einen völligen anderen Umgang erfahren haben – denn wo es gefährliche, lebende und träumende Bücher gibt, erscheint dies nur angebracht.

Meine absoluten Lieblingsfiguren sind die sogenannten Buchlinge (schon alleine der Name ist herrlich!) und trotz der Gefahren würde ich,  wenn ich könnte, wohl sehr schnell nach Buchhaim ziehen.

 

Empfehlen kann ich dieses Buch jedem, der Freude an Jugendfantasy hat und sich über kleine, handwerkliche Tricks und Kniffe von Autoren erfreut. Genießer deutscher Sprache und Freunde von außergewöhnlichen Wörtern kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten!

 

Wie sieht es bei dir aus? Hast du das Buch vielleicht schon gelesen oder bisher bewusst im Regal stehen gelassen? Ich freue mich sehr über Meinungen und Anregungen, gerne als Kommentar oder per E-Mail. 🙂

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