Dracula – Ein schauriger Klassiker vom Feinsten

Dracula. Diesen Namen kennt vermutlich jeder und verbindet damit sofort einen Mann. Genauer gesagt, einen Untoten. Einen Blutsauger. Einen Vampir. Doch kennt ihr auch den Ursprung dieser Geschichten und Vorstellungen?

Bram Stokers Werk Dracula

Es ist vermutlich der berühmteste Vampirroman und war Grundlage für viele weitere Stücke. Die Figur des Dracula wurde häufig wiederverwendet oder man orientierte sich an ihr. Mich interessierte der Ursprung dieser Figur, denn „Van Helsing“ ist einer meiner Lieblingsfilme. Deswegen habe ich mir das Buch vor einigen Jahren zum Geburtstag gewünscht. Vor kurzem habe ich es zum zweiten Mal gelesen, was bei mir wirklich selten vorkommt. Aber was macht es so besonders?

Dracula von Bram Stoker, Aus dem Englischen von Heinz Widtmann, Cover: Fischer Verlage, aus der Reihe Fischer Klassik
Dracula von Bram Stoker, Aus dem Englischen von Heinz Widtmann, Cover: Fischer Verlage, aus der Reihe Fischer Klassik

Der Inhalt

… wird wenige von uns überraschen. Wie gesagt, die meisten kennen die Figur des Dracula und viele werden zumindest ungefähr seine Geschichte kennen.

Das Buch beginnt damit, dass der junge Rechtsanwaltsgehilfe Jonathan Harker nach Transylvanien zu Schloss Dracula fährt, um dem Grafen zu unterstützen. Denn dieser hatte vor kurzem ein Grundstück in London erworben und Jonathan soll ihm nun helfen, seine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen.

Auf dem Weg zum Schloss begegnet Jonathan einigen Leuten, die versuchen, ihn von seiner Reise abzuhalten und ihm zum Schutz Kruzifixe mitgeben und sich mit Zeichen vor dem bösen Blick schützen. Das erscheint Jonathan alles sehr merkwürdig, aber nicht merkwürdig genug, um seine Pflicht zu vernachlässigen. Auf dem Schloss lernt er schließlich den Grafen Dracula kennen, der sehr zuvorkommend handelnd, doch einige Sachen erscheinen Jonathan sehr seltsam –  bis die Situation immer unbehaglicher wird.

 

Der Aufbau der Geschichte

Die Geschichte des Grafen Dracula wird von Bram Stoker über Tagebucheinträge und Briefwechsel erzählt. Dabei wechseln immer wieder die schreibenden Figuren und wir lernen die Handelnden und ihre Beweggründe und Gedanken sehr genau kennen. So begeben wir uns schrittweise mit ihnen in das Abenteuer und versuchen die Geheimnisse zu ergründen.

Was es so interessant macht

Als heutiger Leser ist man der Geschichte in vielen Situationen einen Schritt voraus. Ein Beispiel: während Jonathan im Schloss des Grafen ist, sieht er ihn seltsamerweise nur abends bzw. nachts. Das erscheint Jonathan ein wenig seltsam, aber zunächst nicht außergewöhnlich. Ich hingegen hätte ihn am liebsten geschüttelt. Natürlich sieht er Dracula nicht tagsüber, schließlich ist er ein Vampir!!

In solchen Situationen habe ich mir jedoch immer wieder ins Gedächtnis gerufen, was für mich auch zum Teil die Faszination an diesem Buch ausmacht. Damals, als das Buch veröffentlicht wurde, kannte niemand Dracula. Die Menschen hatten kein Vorwissen über diesen Vampir wie wir heute. Wie bahnbrechend das Werk damals erschienen sein muss!

Hinzu kommt: obwohl ich die Geschichte um Dracula kenne und obwohl ich das Buch sogar schon ein Mal gelesen habe, war es trotzdem spannend! Ich habe mich richtig festgelesen und die Zeit vergessen. Und das obwohl der eigentliche Gruselfaktor der Überraschung ja eigentlich gefehelt hat.

Mein Fazit

Dieses Buch erhält absolute Leseempfehlung von mir. Wegen der etwas „älteren“ Sprache braucht man vielleicht einen Moment, um sich in diesen Klassiker hinzulesen. Aber es lohnt sich! Jeder, der Freude hat an ein bisschen Gruselstimmung und wissen möchte, woher die Figur des Dracula kommt – und wie man Vampire tatsächlich bekämpfen kann – , der sollte sich dieses Buch auf jeden Fall auf die Wunschliste schreiben!

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