Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher.

Bücher abzubrechen war für mich lange ein absolutes No-Go. Ich fühlte mich wohl irgendwie verpflichtet – dem Autor und der Geschichte gegenüber. Vielleicht würde es ja noch besser werden… Man kann ja nie wissen. Als ich neulich mein Bücherregal durchgesehen habe, habe ich über eben jene Bücher nachgedacht, die ich aufgehört habe zu lesen. Oft genug steckte das Lesezeichen noch drin, man wollte ja weiterlesen.

Ich habe jetzt beschlossen, diese Bücher zugeschlagen zu lassen. Wenn ich darana denke, wie viele tolle Bücher es auf dieser Welt gibt – ein Leben wird schon nicht ausreichen, sie alle zu lesen! Warum sollte ich mich also mit jenen befassen, die mir nicht so viel Freude bereiten? Lesen ist für mich ein Hobby, ich tue es, weil es mir Spaß macht und mich entspannt. Jeden Moment, den ich mit einem „schlechten“ Buch verbringe, stehle ich mir selbst für ein gutes.

Sicher, es gibt auch eine Menge Bücher, die im Verlauf der Geschichte besser werden und für die es sich lohnt, sich durch mehrere Kapitel zu quälen. Aber manchmal passt es einfach nicht – wie bei manchen Menschen. Continue reading „Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher.“

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84, Charing Cross Road von Helene Hanff

Ein Buch mit einer besonderen Geschichte.

Zu manchen Büchern hat meine eine besondere Beziehung. Vielleicht wegen der Umstände, unter denen man sie gefunden hat, vielleicht wegen der Geschichte oder wegen etwas ganz anderem.

Ein Buch, zu dem ich eine besondere Bindung habe, ist das Buch 84, Charing Cross Road, von Helene Hanff.

84, Charing Cross Road

Kleine Zusammenfassung

Eine Frau lebt in Amerika, nach dem Zweiten Weltkrieg, und sie liebt alte Bücher, denen man ihr Leben ansieht. Allerdings ist es nahezu unmöglich, noch gute Werke zu erhalten, zumindest in ihrem näheren Umkreis. Eines Tages entdeckt sie ein britisches Antiquariat. Was als Briefwechsel und Büchersendungen begann, wird zu einem Gedankenaustausch und schließlich zu einer Freundschaft zwischen dem steifen britischen Antiquar und der frechen amerikanischen Frau. Eine Freundschaft über den Atlantik hinweg und zwischen zwei Personen, die sich noch nie gesehen haben. Continue reading „84, Charing Cross Road von Helene Hanff“

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Die Bücherdiebin von Markus Zusak

 Ein liebevolles Buch über eine schreckenbehaftete Zeit.

 

Die Bücherdiebin ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Warum? Das erfahrt ihr hier.

Die Bücherdiebin von Markus Zusak, aus dem Englischen von Alexandra Ernst, Cover: Blanvalet Verlag
Die Bücherdiebin von Markus Zusak, aus dem Englischen von Alexandra Ernst, Cover: Blanvalet Verlag

Kurz worum es geht

Die Geschichte dieses Buchs dreht sich um das Mädchen Liesel – die Bücherdiebin. Zur Zeit des Nazi-Regimes zieht sie zu einer Adoptivfamilie, nachdem sie ihre eigene Familie verloren hat. Besonders ihr neuer Vater Hans kümmert sich liebevoll um sie, während Rosa, ihre neue Mutter, das Haus mit Strenge beherrscht. Hans ist es auch, der ihr auf dem Akkordeon vorspielt und ihr das Lesen beibringt. Auch einen besten Freund hat Liesel, sein Name ist Rudi. Doch aus dieser Freundschaft wächst schon bald eine unschuldige, romantische Liebe.

All dies geschieht in einer grausamen Zeit. Die Geschichte von Liesel wird in die des Dritten Reichs eingebettet. Die Beschreibung dieser Zeit ist alles andere als trocken und nüchtern wie man sie sonst vielleicht aus dem Geschichtsunterricht kennt. Die historische Geschichte wird eher Teil dieser Erzählung. So nimmt die Familie Hubermann (Liesels neue Familie) Max bei sich auf. Max ist ein Jude und bald ein guter Freund von Liesel. Er muss allerdings versteckt werden und so bringt sich die ganze Familie in große Gefahr.

Was es so interessant macht

Neben den rein inhaltlichen Reizen, die die Geschichte um die Bücherdiebin bietet, wurden viele weitere interessante Details in die Geschichte gewoben.

Sie hat die Geschichte zum Beispiel einen besonderen Erzähler: den Tod. Continue reading „Die Bücherdiebin von Markus Zusak“

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